Donnerstag, 18. Dezember 2014

Zukunfts Camper von ROBRADY design

"ROBRADY design" ist ein Produktdesign und Entwicklerstudio aus Florida und hat unter anderem eine Design Studie vorgestellt, bei der aus einem Freizeitfahrzeug ein revolutionärer Zukunfts-Camper wird.




Die größte Herausforderung bestand darin, einen schwerfälligen Energiefresser in eine schlanke grüne Maschine zu verwandeln. Ziel ist die Erhöhung der Kraftstoffeffizienz, denn die Umweltstandards und  Kraftstoffpreise steigen überall. "ROBRADY design" hat in anderen Marktsegmenten gelernt, ein Transport-Produkt mit einem innovativen Konzept zu erstellen, wobei das Wort "Nachhaltigkeit" hierbei gar nicht zu vermeiden ist.




Das Technik Wohnmobil ist mit Sonnenkollektoren auf dem Dach und Markise ausgestattet, Wasserstoff-Brennstoffzellen werden als alternative Energiequelle eingesetzt, es gibt Elektrofahrzeug-Ladestation für Segways und Vectrix Motorrädern und ein hochmodernes AquaVentus Gerät sorgt für frisches Trinkwasser, das durch Verwendung von Kondensationsabscheidungstechnologie buchstäblich aus der Luft gezogen wird.
 


Ob auf der Straße oder abseits der Touristenpfade ist dieses neue Wohnmobil-Konzept mit Spaß und Umweltfreundlichkeit eine willkommene Alternative zum Urlaub auf Balkonien.

Fotos/Info: ROBRADY design

Sonntag, 9. November 2014

Wide Path Camper - Fahrrad-Wohnwagen aus Dänemark

Ein neues Konzept für einen Fahrrad-Wohnwagen kommt aus Dänemark. Der Designer Mads Johansen hat den Wide Path Camper entwickelt, der Schlafplätze für 2 Personen (und ein Kind) bietet. Der kleine Caravan ist ausfahrbar und wiegt durch seine Leichtbauweise unbeladen nur 40 Kilogramm. Zum Verstauen von Reisegebäck stehen über 300 Liter Ladevolumen zur Verfügung.

Fahrrad-Wohnwagen Wide Path Camper

Im Innenraum des Miniwohnwagen befinden sich Sitzmöglichkeiten und Tisch, die schnell und einfach zur Liegefläche umgebaut werden können.

Der Mini-Wohnwagen - eingeklappt

Eine Batterie zum Aufladen von kleineren Geräten oder Smartphones kann optional über eine Solarzelle aufgeladen werden. Der Fahrrad-Wohnwagen soll 2015 in Serie gehen und um die 2000 Euro kosten. Interessenten können den Wide Path Camper auch mieten, um ihn in der Umgebung von Sønderborg zu testen.

Update 04.10.2015: Aktuelles zum Wide Path Camper: http://www.kleinewohnwagen.de/2015/10/wide-path-camper.html

Fahrrad-Wohnwagen Innenraum



Fotos: Wide Path Camper

Montag, 27. Oktober 2014

Ratgeber: Was tun, wenn es leuchtet?

Leuchtet ein rotes Symbol in der Armaturentafel auf, weiß nicht jeder Autofahrer, was dann zu tun ist. Ignorieren? Sofort stehenbleiben oder noch bis zur nächsten Werkstatt fahren? Rot kann, muss aber nicht immer gefährlich sein. So hat ein rotes Ausrufezeichen im Kreis zwei Bedeutungen. Es kann anzeigen, dass die Handbremse noch angezogen ist. Leuchtet es allerdings nach gelöster Handbremse immer noch, kann ein Bremsversagen drohen, weil die Bremsflüssigkeit gesunken ist oder die Beläge bis auf das Metall abgefahren sind. Dann muss sofort der Pannendienst gerufen werden, rät der ADAC.

Kontrollleuchten im Auto
- Zum Vergrößern bitte Grafik anklicken -

Bei der roten Ölkanne müssen Autofahrer immer handeln. Befindet sich unter der Kanne eine Zick-Zack-Linie und die Schrift „MIN“, muss der Ölstand an der nächsten Tankstelle kontrolliert werden, ansonsten droht ein Motorschaden. Ist hingegen nur eine rote Ölkanne zu sehen, ist es eigentlich schon zu spät, denn dann ist der Motoröldruck zu niedrig. Es muss sofort angehalten und Öl nachgefüllt werden. In den meisten Fällen ist auch ein Werkstattbesuch notwendig. Einprägen sollten sich Autofahrer auch die roten Symbole, die die Überhitzung des Motors, Probleme mit der Stromversorgung oder Störungen der Rückhaltesysteme anzeigen.

Bei manchen gelben Symbolen wird der Autofahrer zu Handlungen aufgefordert, die die Sicherheit erhöhen. Ein stilisiertes Auto beim Schleudern zeigt die Aktivierung von ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und damit schwierige Straßenverhältnisse an. Hier heißt es, vorsichtig zu lenken und das Tempo zu verringern. Leuchtet die gelbe Motorkontrollleuchte, gibt es Probleme mit der Motorsteuerung und zudem kann der Schadstoffausstoß erhöht sein. Möglicherweise ist auch die Lambdasonde defekt oder ein Marder hat ein Kabel beschädigt – in jedem Fall empfiehlt sich rasch ein Werkstattbesuch, um weitere Schäden zu vermeiden. Ebenfalls gelb ist die Leuchte für Probleme mit dem Reifendruck – ein Ausrufezeichen verbunden mit dem Symbol eines platten Reifens. Eventuell liegt eine Reifenpanne vor; wenn sie aber nach einem Reifenwechsel auftaucht, kann der Grund auch harmlos ein und nur die Kalibrierung der Pneus fehlen.

Welche Bedeutung die Kontrollleuchten haben, steht in der Betriebsanleitung bzw. im Bordbuch. Die Symbole unterscheiden sich allerdings bei verschiedenen Fahrzeugmodellen und ihr Sinn ist nicht immer verständlich. Der ADAC wünscht sich deshalb von den Herstellern eine einheitliche, herstellerübergreifende Symbolik. Besonders bei Anzeigen für Gefahren oder gravierende Störungen sollten ein Tonsignal und ein Texthinweis mit Verhaltensregeln die Aufmerksamkeit erhöhen und zusätzliche Klarheit schaffen.

Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/nic)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Metal-Fan ersteigert Wacken-Wohnwagen

Ein Metal-Fan und begeisterter Caravaner hat den Wacken-Wohnwagen, einen extravaganten Hobby Premium 560 CFe für 36.500 Euro bei Ebay ersteigert. Das Geld kommt der Wacken-Foundation zugute.


Gerd Schlottmann (56) ist nicht nur überzeugter Camper, sondern auch langjähriger Wacken-Fan. Seit 2009 besucht der Unter-nehmer aus Neuenkirchen bei Osnabrück das Wacken Open Air in Schleswig-Holstein. Eigentlich ist er durch seine Söhne Marvin (21) und Robin (23) zum regelmäßigen Festival-Besucher geworden. „2009 habe ich meine Söhne zum ersten Mal dorthin begleitet und war sofort von der guten Stimmung, den tollen Bands und der friedlichen Atmosphäre in Wacken angetan. Seitdem bin ich jedes Jahr dabei“, erzählt Gerd Schlottmann. Mit von der Partie ist oft auch Ehefrau Jutta (53), die es sich nicht nehmen ließ, ihr neues mobiles Domizil, den edlen Hobby Premium CFe im originellen W:O:A-Design, gemeinsam mit ihrem Ehe-mann in Wacken abzuholen.

Die Wacken-Foundation, an die der Erlös geht, fördert mit ihren Spendengeldern junge Metal-Bands, hilft ihnen somit erste eigene musikalische Projekte zu realisieren. Ein Betätigungsfeld, das auch Gerd Schlottmann am Herzen liegt. Er und sein Unternehmen KS Networks unterstützen das von der Wacken-Foundation geförderte Jugendprojekt Weimar. Im Jugendclub der thüringischen Stadt haben Nachwuchstalente beispielsweise Gelegenheit, gemeinsam mit Musikern der bekannten Metal-Band „Heaven Shall Burn“ Musik zu machen.


Jutta und Gerd Schlottmann wollen ihr neues Schmuckstück auf vielfältige Art und Weise nutzen. „Natürlich machen wir damit Urlaub“, meint Jutta Schlottmann. „Wir waren früher oft mit unserem Reisemobil und zuletzt mit unserem Caravan unterwegs. Das schönste am Camping ist für mich die Unabhängigkeit und Mobilität auf Reisen. Man kann ganz spontan den Ort oder das Ziel wechseln“.


Dass sie mit ihrem Wacken-Wohnwagen überall neugierige Blicke auf sich ziehen werden, stört die Schlottmanns nicht. „Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch. Es ist doch schön, wenn sich andere Camper für den tollen Wohn-wagen interessieren“, sagt der stolze Eigner. Auch an anderer Stelle ist Aufmerk-samkeit durchaus gewollt, denn der Premium 560 CFe im auffälligen Wacken-Design soll auf regionalen Messen, auf denen Gerd Schlottmann mit seinem Unternehmen vertreten ist, als publikumswirksamer Hingucker fungieren. Messebesucher werden sicher gern zu einem Gespräch in den Caravan kommen und sich ein Weilchen in der gemütlichen Sitzgruppe niederlassen. Zu der Spezialausstattung gehören eine erstklassige Multimediaanlage mit riesigem Flachbildfernseher und leistungsstarkem Soundsystem sowie eine Playstation, Klimaanlage, LED-Ambientebeleuchtung und eine bordeigene Zapfanlage.

Fotos: Hobby

Dienstag, 2. September 2014

Bordtechnik Batterie- und Powermanagement

Mehr Strom für unterwegs

Dometic E-Store
Mit hochwertiger Lithiumionen-Technologie für ein perfektes Power-Management an Bord stellt Dometic jetzt alle gängigen Blei- und Blei-Gelbatterien in den Schatten. Die wieder aufladbare Batterie Dometic E-Store schafft locker fünf Mal so viele Ladezyklen wie herkömmliche Akkus und ist bis zu 60 Prozent leichter als Gel-Batterien. Außerdem ist er absolut wartungsfrei, kann nicht durch eine schleichende Sulfatierung nachlassen und wird in kurzer Zeit wieder vollgeladen. Abhängig vom Ladegerät vergehen nur eine bis maximal drei Stunden, bis der Dometic E-Store am Stromnetz oder per Generator wieder auf seine volle Kapazität gebracht ist.



Zugeschnitten auf die Bedürfnisse bei allen Freizeitaktivitäten ermöglicht die neue Lithiumionen-Batterie von Dometic Akku selbst anspruchsvolles Power-Management. So können bis zu acht Dometic E-Store Batterien parallel geschaltet werden. Die Kapazität von 100 Amperestunden kann somit auf bis zu 800 Amperestunden verfügbarer Strommenge erhöht werden. Die zuverlässige Dauerleistung des Geräts beträgt dabei volle 2000 Watt. Das integrierte Batterie-Managementsystem schützt vor zu hohen Ladeströmen oder -spannungen, überwacht die Batterietemperatur, übermittelt sämtliche Daten über den Ladezustand und gleicht die Spannung in den einzelnen Zellen aus. Der Dometic Akku ist CAN-Bus-basiert und zugleich CI-Bus-kompatibel. Der Dometic E-Store ist für 1995 Euro erhältlich.

Intelligentes Batteriemanagement

Die Frage, die jeden Caravaner oder Reisemobilisten bewegt, ist: Wie steht es um den (Lade-)Zustand meiner Bordbatterien? Der neue Batterie-Controller von Dometic liefert als Antwort jederzeit eine exakte Analyse der relevanten Daten. Spannung, Strom und Temperatur werden über einen i Batteriesensor erfasst. Das System errechnet daraus Restkapazität, Ladezustand, Restlaufzeiten bei Ladung oder Entladung der Bordbatterien. Sämtliche Werte können jederzeit auf einem selbsterklärenden Display abgelesen werden.

Waeco Perfect Control
Herzstück des Dometic MPC 01 ist der „mitdenkende“ Batteriesensor. Er misst sowohl die jeweils aktuelle Kapazität sowie die aktuelle Spannung der angeschlossenen Batterie. Daraus errechnet er den Ladezustand und den noch zur Verfügung stehenden Strom. Zudem sorgt er dafür, dass bei einer entladenen oder defekten Batterie eine Warnung erfolgt und der Befehl zur Trennung vom Lastkreis erteilt wird. Schließlich übernimmt er mit insgesamt drei programmierbaren Ausgängen zum Abschalten von Verbrauchern bei geringer Kapazität die Funktion eines zuverlässigen Batteriewächters.
Darüber hinaus ist der neue Batterie-Controller der ideale Partner für die Waeco Perfect-Charge (MCA)-Ladegeräteserie. Denn auf MCA abgestimmt, bewirkt das System eine Optimierung des Ladevorgangs und verkürzt die Ladezeiten deutlich um bis zu 30 Prozent.

Dank seiner eingebauten CIB-Bus- und RS232-Schnittstellen können problemlos weitere Dometic- und Waeco-Geräte sowie künftige Entwicklungen der Caravan- und Reisemobilhersteller integriert werden. Durch den Anschluss zusätzlicher – als Zubehör erhältlicher – Sensoren ist mit dem Batterie-Kontrollsystem das Überwachen und Laden von bis zu vier Bordbatterien gleichzeitig möglich.

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Waeco/Dometic Waeco
Text:  Auto-Medienportal.Net (ampnet/Sm)

Samstag, 30. August 2014

Kommentar: Liebe Caravan-Branche

Gerhard Prien hat heute zur Eröffnung des Caravan Salons in Düsseldorf einen Artikel veröffentlicht, der sich an die Hersteller von Reisemobil- und Wohnwagen richtet. Diesen interessanten Kommentar möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Meinungen und Diskussionen zu diesem Thema auch in unseren Camper-Stübchen FORUM.

Liebe Reisemobil- und Wohnwagen-Hersteller, ab heute wieder ihr auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf wieder die Neuheiten des kommenden Modelljahres. Es kriselt – wieder einmal – im Camping- und Caravaning-Markt. Das betrifft zwar nicht den Verkauf in Deutschland, hier ist immer noch ein leichtes Wachstum und ein Plus im Absatz zu verzeichnen. Aber im europäischen Ausland schaut es, vor allem in den Hauptabsatzmärkten wie Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Italien nicht gerade rosig aus.

Für die deutschen Hersteller, deren Neufahrzeuge zu mehr als 50 Prozent in den Export gehen, ist das alles andere als eine schöne Situation. Kein Wunder also, wenn die ersten Unternehmen sogar bereits öffentlich über Möglichkeiten zum Abbau des Personals und damit über Kostenreduktion nachdenken. In der ein oder anderen Firma dürfte hinter den Kulissen ganz schön die Luft brennen, auch wenn die Branche insgesamt nach außen hin immer noch auf Zweck-Optimismus setzt – und auf wieder steigende Absatzzahlen.

Zugegeben, ein guter Teil des Verkaufrückgangs geht sicherlich auf die Nachwirkungen der Euro- und Bankenkrise zurück. Die Menschen halten ihr Geld zusammen, speziell in den südlichen Ländern Europas. Es gibt für viele Menschen aktuell sicherlich auch wichtigere Investitionen als ein neues Reisemobil oder einen neuen Wohnwagen. Aber möglicherweise sind ein paar Probleme der Brancheauch hausgemacht.

Seit ich den Führerschein habe, also seit mittlerweile gut dreieinhalb Jahrzehnten, bin ich mit Reisemobilen und Caravans unterwegs, seit rund drei Jahrzehnten auch beruflich. In all diesen Jahren haben sich die Reisemobile stetig weiter entwickelt. Sie wurden stärker, sparsamer, schneller und sicherer, sie bieten mittlerweile Airbags, ABS, ESP und Assistenz- und Sicherheitssysteme der unterschiedlichsten Art. Das ist allerdings kein Verdienst der Reisemobil-Branche, sondern schlicht dem Umstand geschuldet, dass die Basisfahrzeuge – also Transporter aller Größen – nun mal im Laufe der Jahre von ihren Herstellern stetig weiterentwickelt wurden. Sie verfügen heute schlicht über all diese nützlichen Ausstattungs- und Sicherheitsmerkmale.

Einzug gehalten haben in Wohnmobil und Caravan auch diverse elektronische Produkte der Unterhaltungstechnik wie Flachbildschirm-Fernseher, Sat-Anlagen, Tablets und Computer, Navigationsgeräte, Rückfahr-Kameras, per Touchscreen bedienbare Kontroll- und Anzeigeboards, Strom sparende LED-Beleuchtung und per Knopfdruck und Fernbedienung steuerbare Licht- und Ambiente-Welten. Auch diese Errungenschaften kann sich die Caravaning-Branche, wenn überhaupt, nur bedingt auf die Fahne schreiben.

In all den klassischen Funktionsbereichen wie Kochen, Wohnen, Schlafen und im Sanitärbereich ist vieles hingegen auch heute noch wie vor 30 Jahren. Und einiges ist gar noch schlimmer als damals. Seinerzeit wurde noch nicht auf Teufel komm raus versucht, in jeden kompakten Kastenwagen ein Raum-Bad mit WC zu zaubern. Heute sind in beinahe jedem Kastenwagen Dusche und WC zu finden, was ja an und für sich nichts schlechtes ist, im Gegenteil. Wenn allerdings ein durchschnittlich gebauter Mitteleuropäer das WC nicht nutzen kann, ohne sich massiv zu verrenken und die Beine bis über die Ohren anzuziehen, weil ganz simpel der Platz nicht ausreicht, dann läuft da irgendetwas schief. Ergänzt sei, dass dieses Problem mit dem stillen Örtchen beileibe nicht nur ausgebaute Kastenwagen betrifft.

Dass es nicht ganz einfach ist, ein Möbel zu konstruieren, auf dem man gut sitzen und bei Bedarf und nach einem Umbau auch ebenso gut schlafen kann, erleben viele, die mit einer Sitzgruppe in einem Reisemobil Bekanntschaft machen. Da sind die Sitzflächen in der Tiefe schon mal zu knapp bemessen, da stehen die Rückenlehnen schon mal ausgesprochen steil. Die geplante gemütliche abendliche Runde bei einem Glas Bier oder Wein kann dann recht unbequem ausfallen. Klar, dass sich auch während der Fahrt keine Bequemlichkeit einstellen kann. Vor den geruhsamen Schlaf haben die Götter – und die Konstrukteure der Reisemobile – dann den Umbau der Sitzgruppe gestellt. Der kann sich, je nach Modell, unterschiedlich lange hinziehen. Da muss man hier mal drücken, dort mal klappen, drüben ein wenig zerren, Polsterstücke wie bei einem Puzzle passend anordnen, um dann in der Nacht festzustellen, dass der verlängerte Rücken irgendwie immer in eine Ritze der zahlreichen Polsterstücke rutscht. Da ist jedem hinreichend klar, dass sowas die Freude an der Nachtruhe nicht unbedingt steigert. Nur den Konstrukteuren der Reisemobile eben leider nicht.

Ein anderes Beispiel. Schon seit ewig und dreiTagen werden ausgebaute Kastenwagen in der Regel mit einem fest installierten, zweiflammigen Gaskocher ausgestattet, plus dazu gehöriger Gasanlage, die aus ein oder zwei Gasflaschen auch den Kühlschrank und die Heizung mit Brennstoff versorgen. Nun ist der Lebensraum in einem Kastenwagen eher begrenzt, in der sommerlichen Hauptreisezeit spielt sich das Leben daher häufig draußen, vor dem Fahrzeug, ab. Dumm für den kochenden Part der Reisemobil-Besatzung, denn der steht drinnen, bei (hoch-)sommerlichen Temperaturen und bruzelt vor sich hin. Vom Geruch von gebratenem Fisch oder Fleisch hat man dann etwas länger, denn der hält sich locker auch noch über Nacht. Dabei gibt es durchaus brauchbare transportabele ein- oder zweiflammige Kocher, die mit Spiritus oder Gaskartuschen betrieben im Fahrzeug und auch outdoor genutzt werden könnten. Aus dem Hause eines großen, renommierten deutschen Herstellers hieß es lapidar, „die Kunden wollen es so“. Auf die Frage, ob man die Kunden des Unternehmens denn mal zu ihren Wünschen befragt oder ihnen eine Alternative zum traditionellen Festeinbau-Kocher angeboten habe, kam vielsagendes Schweigen als Antwort.

Nicht so ganz klar ist auch, warum immer noch Platz raubende und relativ schwere Gasanlagen überhaupt in Kompakt-Mobilen verbaut werden müssen, wo es oft auf jedes Kilo und jeden Zentimeter ankommt. Ein Kompressor-Kühlschrank kann, eine ausreichend dimensionierte Bordbatterie und eine (meist eh vorhandene) Solaranlage vorausgesetzt, relativ problemlos mit Bordstrom betrieben werden. Und die Heizung könnte aus dem Kraftstofftank versorgt werden, ohne jegliche Nachschubprobleme. Denn Tankstellen gibt es in erheblich größerer Zahl als Möglichkeiten, mal fix eine leere Gasflasche gegen eine volle zu tauschen. Am Preis der gaslosen Technik alleine kann es nicht liegen, schließlich kostet ein ausgebautes Kasten-Mobil locker seine 60 000 Euro (und Exemplare zum sechsstelligen Preis sind beileibe keine Seltenheit).

Womit wir beim nächsten Punkt angelangt wären. Im Schnitt dürfte ein neues Reisemobil, je nach Bauart, so zwischen 60 000 und 80 000 Euro kosten. Für jüngere Menschen (wobei „jünger“ hier die Altersklasse unter 50 Jahren meint) ist das ein ganz gehöriger Batzen. Immerhin müssen in jüngeren Jahren oft noch das Haus oder die Eigentumswohnung abbezahlt werden, und auch die Zahl der jährlichen Urlaubstage ist für berufstätige Zeitgenossen ja überschaubar. Da rechnet sich ein Reisemobil nur dann, wenn es auch alltagstauglich ist und zur Fahrt ins Büro und zum Supermarkt genutzt werden kann. Wenn das Fahrzeug dann nebenbei auch noch multifunktional konzipiert ist, ein wenig pfiffig designt, und vor allem bezahlbar bleibt, dann könnte das für mache Campinginteressierte durchaus eine Überlegung Wert sein. Das Angebot an solchen Mobilen ist allerdings überschaubar. Klar gibt es kompakte, sparsame Fahrzeuge wie etwa den California von VW, den neuen Marco Polo von Mercedes oder den Nugget von Ford. Wenn da nicht das KO-Kriterium „bezahlbar“ wäre. Man könnte glatt den Eindruck bekommen, dass die Branche nach wie vor voll und fast ausschließlich auf ihre Kern-Zielgruppe setzt: Paare jenseits der 50 Geburtstags, finanziell eher besser ausgestattet als der Durchschnittsbürger und aus dem Gröbsten (und häufig auch bereits aus dem Erwerbsleben) raus, mit reichlich Zeit zum Reisen. Wäre schade, wenn die Branche darüber den „Camper-Nachwuchs“ mit schmalerem Geldbeutel völlig vergessen werden würde. Denn der ist es ja, der künftig die rollenden Urlaubsdomizile kaufen soll.

Ach ja, ihr lieben Leute in den Konstruktionsabteilungen: Wie wäre es, wenn ihr den Duschwannen endlich einmal mehr als nur den Ablauf in einer Ecke spendieren würdet. Denn der Teufel ist bekanntermaßen ein Eichhörnchen – und deswegen steht das Fahrzeug garantiert immer so, dass der Ablauf höher liegt als der Rest der Wanne und das Duschwasser nicht vollständig abläuft. So eine von allen Seiten leicht geneigte Duschwanne mit mittig angeordnetem Ablauf sollte doch realisierbar sein, oder?

Vielleicht stehen sie ja heuer in Düsseldorf, die praktischen, pfiffigen und multifunktionalen Caravans und Reisemobile, flott gestylt und zu bezahlbaren Preisen. Oder wenigstens ein paar Mobile mit mittig angeordnetem Ablauf in der Duschwanne. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/gp)
Foto: Auto-Medienportal.Net/Krupp



Mittwoch, 27. August 2014

Neue Gespann Technik - VW stellt Trailer Assist vor

Neue Technik zur Parkhilfe von Wohnwagen gibt es auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf (29.8. - 7.9.2014) zu sehen. Volkswagen führt den Trailer Assist kann vor. Die Einparkhilfe für Anhängergespanne wird auf dem Freigelände vor Halle 16 mit einem Erprobungsfahrzeug präsentiert. Im nächsten Passat soll dann ihre Markteinführung gefeiert werden. Mit Hilfe des Spiegelverstellschalters, der als eine Art Joystick fungiert, kann der Fahrer die gewünschte Fahrrichtung seines Gespanns stufenlos einstellen. Das Fahrzeug steuert anschließend die elektromechanische Servolenkung, während der Fahrer weiterhin Gaspedal und Bremse bedient.




Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/jri)

Dienstag, 26. August 2014

Neuauflage des Fiat Ducato - 6. Generation

Rund eine halbe Million Familien nutzen aktuell ein Reisemmobil auf Grundlage des Fiat Ducato. In Deutschland basieren 74,4 Prozent aller in diesem Jahr neu zugelassenen Wohnmobile auf dem Transporter aus Italien. Auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon (30.8. - 7.9.2014) stellt Fiat zum ersten Mal die als Basis für Reisemobile dienenden Varianten des neuen Ducato der sechsten Generation vor.


Die Bandbreite reicht vom verglasten Kastenwagen mit kurzem Radstand über verschiedene Triebkopf-Varianten bis zum Windlauf-Fahrgestell mit Tiefrahmen, 130 kW / 177 PS starkem Turbodiesel und Comfort-Matic-Getriebe. Die alle mit schwarzem Kühlergrill und schwarzen Abdeckkappen der Außenspiegel konfigurierten Ausstellungsfahrzeuge bieten darüber hinaus einen Querschnitt durch die Ausstattungsdetails. Dazu gehören unter anderem Navigationssysteme, Rückfahrkamera und drehbare Sitze für Fahrer und Beifahrer.


Die Präsentation wird ergänzt von einem in Zusammenarbeit mit Mopar entwickelten Werkstattmobil, das als Konzeptfahrzeug Premiere feiert. Mopar ist Fiats Marke für Zubehör, Accessoires, Ersatzteile und Dienstleistungen und informiert darüber hinaus über die neuesten Angebote für Reisemobile aus diesem Bereich.

Weiterer Bericht: Der beliebte Fiat Ducato Campingbus

Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/jri)
Foto: Auto-Medienportal.Net/Fiat

Freitag, 18. Juli 2014

Allrad-Fahrzeuge, Pick-ups und Zugmaschinen 2014

Die Lieblingsmodelle aus 165 Allrad-Fahrzeugen des Jahres 2014 wurden von den Lesern der Auto Bild Allrad gewählt. Insgesamt wurden dabei in verschiedenen Kategorien 20 Modelle gekürt. Die Leser der Zeitung durften aus allen offiziell auf dem deutschen Markt angebotenen Allradmodellen auswählen. Grauimportfahrzeuge und in sehr kleiner Stückzahl importierte 4x4-Exoten wurden dabei nicht berücksichtigt. Viele der beliebten Allradfahrzeuge eignen sich natürlich auch sehr gut als Zugmaschine für Wohnwagen.

Opel Mokka
Skoda Yeti

Bei den Geländewagen und SUV bis 25 000 Euro ging der erste Platz an den Opel Mokka. Die Importeurswertung entschied der Skoda Yeti für sich. Bei den Fahrzeugen zwischen 25 000 und 40 000 Euro belegte den ersten Platz der Mercedes-Benz GLA, und bei den Importeuren der Range Rover Evoque. In der teuersten Sparte der Kategorie über 40 000 Euro ging die vorderste Platzierung an den Porsche Macan. Der Range Rover Sport erreicht diesen Platz bei den Importeuren.

Range Rover Evoque
Range Rover Sport

In der Kategorie der Allrad-Pkw bis 40 000 Euro siegte der Mercedes-Benz A-Klasse 4Matic und bei den Importeuren lag der Skoda Octavia vorn. Auch bei den Fahrzeugen über 40 000 Euro belegte mit der S-Klasse ein Mercedes-Benz den ersten Rang. Hier siegte bei den Importeuren der Maserati Quattroporte. Bei den Allrad-Sportwagen, Coupés und Cabriolets ging der erste Platz an den Porsche Carrera 911 und bei den Importeuren lag der Nissan GT-R vorn.
Toyota Hilux
Volkswagen Amarok Canyon

Der Audi A6 Allroad hatte bei den Allrad-Crossover die Nase vorn. Bei den Importeuren ging dieser Rang an den Volvo XC70. Bei den Allrad-Vans und Bussen ging der erste Platz an den Volkswagen T5 4Motion. Der Fiat Freemont belegte die Position bei den Importeuren. Auch bei den Allrad-Pick-ups hatte mit dem Amarok ein Volkswagen die Nase vorn. Der Toyota Hilux gewann hier in der Importeurswertung.

Volkswagen T5 4Motion Caravelle
Range Rover Sport 3.0 SDV6 Hybrid

Erstmals wurde die Kategorie der Allrad-Hybrid vergeben. Hier siegte der Porsche Cayenne Hybrid. Hier ging der erste Platz bei den Importeuren an den Range Rover Sport Hybrid.

Fotos: Auto-Medienportal.Net/ Hersteller
Textauszüge: Auto-Medienportal.Net (ampnet/nic)

Donnerstag, 12. Juni 2014

Ideenwerkstatt - AL-KO sucht den Daniel Düsentrieb

Jeder kennt es: Fast täglich benutzt man Geräte und denkt sich dabei, dass Funktionsweise oder Gebrauch doch viel einfacher gestaltet werden könnten. Oder man hat sogar selber ein neues Produkt vor Augen, das den Alltag praktischer macht. Dank dem Fahrzeugtechnikspezialist AL-KO können nun Caravan und Wohnwagenbesitzer „Daniel Düsentrieb“ spielen und sich aktiv an der Produktentwicklung und Verbesserung beteiligen. Ganz nach dem Motto: „Jeder kann gute Ideen haben“ sind die Endverbraucher aufgerufen, auf dem Internetportal www.al-ko.com/ideenwerkstatt ihre Ideen einzubringen oder sich mit anderen Teilnehmern und den AL-KO Spezialisten auszutauschen.


In der Ideenwerkstatt findet man aktuell zwei Themen. Bei dem einen geht es um neues Wohnmobil-Zubehör, bei dem anderen um die Entwicklung des kleinen Bruders des AL-KO Rangiersystems AMS Mammut. Für jede von der AL-KO-Jury gut bewertete Idee gibt es nach der Laufzeit der jeweiligen Kampagne interessante Preise zu gewinnen.

AL-KO Ideenwerkstatt

Weitere Informationen unter www.al-ko.com/ideenwerkstatt

Dienstag, 3. Juni 2014

3X - Der expandierende Caravan von BeauEr

BeauEr ist ein neuer französischer Hersteller von Freizeitfahrzeugen, im Jahr 2012 gegründet. Die Idee von BeauEr ist, die starke Nachfrage im Bereich erweiterbarer Kabinen bei Caravans und Wohnmobilen zu erfüllen. Besonders in UK sind ausziehbare, ausfahrbare oder ausklappbare Camper immer beliebter geworden. Ein Beispiel ist der überaus praktische Doubleback auf Basis des VW T5.


Das 3X-Konzept ist einzigartig und international patentiert, es beruht auf dem Teleskop-Prinzip. Die Technik ermöglicht es, den Wohnbereich durch das Ausfahren von 3 Modulen zu verdreifachen. So wird in ungefähr 20 Sekunden aus einem kleinen leichten Wohnwagen mit nur 4 qm ein großer geräumiger Camper mit einem 12 qm Innenraum. Das System lässt sich problemlos von einer Person steuern und bezieht den Strom wahlweise aus der 12V-Autobatterie oder über einen 220V-Anschluss.




Außen und Innen besticht der BeauEr 3X durch außergewöhliche und viele unterschiedliche Designs. Der Preis für den BeauEr in Grundausstattung dürfte bei ungefähr 25.000 Euro liegen.
Weitere Informationen auf  http://www.beauer.fr/en.


Funktionsweise BeauEr 3X
Grundriss BeauEr 3X

Text: KB
Fotos: BeauEr

Dienstag, 27. Mai 2014

Schlussverkauf für 555 Reisemobile

Mit dem anstehenden Facelift des Fiat Ducato startet Intercaravaning den Schlussverkauf für 555 fabrikneue Reisemobile der Saison 2014. Sie stammen von unterschiedlichen Aufbauherstellern und sind bei bundesweit über 40 Händlern der Fachhandelskette in verschiedenen Ausführungen auf Basis des beliebten Fiat Ducato erhältlich.



Foto: Auto-Medienportal.Net/Intercaravaning
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/jri)

Samstag, 24. Mai 2014

FieldCandy Luxus Zelte - neue "Limited Editions"

Wer gerne individuell und auf besondere Art campen möchte, findet bei FieldCandy einige sehr interessante Zelte mit einmaligem Design. FieldCandy stellt seit 2011 Zelte und Sonnenschutz mit außergewöhnlichem Design und hochwertiger Verarbeitung her, aktuell gibt es wieder einige neue "Limited Editions". Auch auf Festivals sehr praktisch, denn so ein Zelt hat garantiert kein Anderer.
Nightwatch - Zelt von FieldCandy
Nightwatch B-Seite
Innenzelt

Zelttasche

Nightwatch draußen
Space Invaders
Dawn of Culture
Field of Dreams

Weitere Informationen auf: http://www.fieldcandy.com und hier im Blog: http://camper-stuebchen.blogspot.de/2012/07/einmalige-design-zelte-von-fieldcandy.html


Freitag, 18. April 2014

Land-Rover-Technologie macht Motorhaube "unsichtbar"

Land Rover stellt eine neue Technologie vor, die dem Piloten einen digital erzeugten Überblick über den Untergrund unmittelbar vor und unter seinem Fahrzeug eröffnet. Das System arbeitet mit Digitalkameras, die am Kühlergrill montiert sind. Diese Kameras liefern Bilder, aus denen ein Head-Up-Display eine Ansicht mit komplettem Durchblick erzeugt und der Fahrer schaut gewissermaßen durch Motorhaube und Motorraum hindurch und sieht, was ihn auf den nächsten Metern erwartet. Die Land Rover-Entwickler tauften dieses Konzept "Transparent Bonnet" - ein weiteres Beispiel für die Innovationsfreude und langjährige Technologieführerschaft der britischen 4x4-Marke.

Land Rover - Transparent Bonnet Technologie
Von dem neu entwickelten System profitiert der Pilot beispielsweise im Gelände, bei der Bewältigung steiler Anstiege, aber auch beim Manövrieren auf knappem Raum. Dabei erhält er nicht nur genauen Einblick auf die Beschaffenheit des Untergrunds, sondern auch über Einschlagwinkel und Position der Vorderräder.

Mit dem Discovery Vision Concept eröffnet Jaguar Land Rover einen Einblick in seine Entwicklungs- und Designabteilungen. Ihre Premiere feiert die Studie am 16. April 2014 auf der New York International Auto Show - als Designvision einer künftigen Familie von Freizeit-SUV aus dem Haus Land Rover. Ihre Basis bilden dabei traditionelle Land Rover-Markenwerte wie emotional ansprechendes Design, höchste Flexibilität und enorme Leistungsfähigkeit auf jedem Terrain.

Jubiläums Land Rover Discovery XXV
Land Rover Discovery XXV Cockpit
Auf dem Genfer Automobilsalon feierte Land Rover das 25-jährige Modelljubiläum des Discovery mit der Sonderedition „XXV“. Es zeichnet sich durch eine Premium-Innenausstattung mit Windsor-Lederbezügen und edlem Karosseriedesign aus. In Deutschland wird der Discovery XXV (röm. = 25) ab Sommer erhältlich sein.


Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/nic,jri)
Fotos: Auto-Medienportal.Net/Land Rover