Mittwoch, 23. Dezember 2015

Reisemobil Studie Triaca - Etwas Bio und erfrischend anders

In Zusammenarbeit mit den Universitäten Florenz und Siena hat der italienische Reisemobilhersteller Roller Team die Studie Triaca entworfen. m Mittelpunkt der Entwicklung standen die nachhaltige Produktion und Nutzung des Reisemobils. Basis der Studie ist ein klassisches Reisemobil der Marke, für die Seitenwänden wurden jedoch spezielle, natürliche Fasern aus Basalt verwendet. Sie senken das Gewicht dieser Komponenten um 30 Prozent, was natürlich auch den Treibstoffverbrauch reduziert. Auch die Polsterstoffe sind aus Naturfasern und recycelten Kunststoffen. Der Boden besteht aus Eco-Malta, einem leichtem Spachtel-Material mit hoher Kratz- und Belastungsfestigkeit.

Roller Team Studie Triaca

Bewusst hat man für die Reisemobil-Studie eine kompakte Aufbaulänge von 5,99 Meter gewählt, auch um Gewicht und damit Energieverbrauch zu senken. Um zusätzlich Raum zu gewinnen konstruierte das Entwicklungsteam ein elektromechanisches Hubdach mit einem Doppelbett, das mit Faltenbälgen und einem elektronisch gesteuertem Scheren-Gelenkantrieb für die Branche neue Wege aufzeigt.


Das Mobiliar ist modular. So lässt sich die seitliche Sitzbank auch als Lesesessel mit einer elektrisch ausfahrbaren Fußstütze nutzen. Ein anderer Teil der Sitzbank kann herausgezogen werden und dient so als freistehender Hocker oder als Beistelltisch. Auf Knopfdruck wird die gesamte Sitzgruppe zum Doppelbett. Auch im Bad sparen ein Klappwaschbecken und eine Monoblock-Armatur Platz. Je nach Nutzung sind die Möbel aus Holz (für die Sitzmöbel), aus MDF (Küche) oder PRAL (Küche, Bad). Know-how im Leichtbau ist beispielsweise in der in Wabenstruktur gefertigten Aluminiumklappen der Schränke erkennbar.



Die Bordtechnik kommt vollständig ohne Gas aus. Beim Triaca setzen die Techniker auf Solarenergie und Lithiumionen-Akkus als Energiespeicher. Für die effiziente Nutzung der Ressourcen an Bord kommt intelligente Technik zum Einsatz. So wird beispielsweise Luft am Wasserauslass hinzugefügt, so lässt sich der Wasserverbrauch in Küche und Bad um bis zu 70 Prozent reduzieren.


Das bordeigene Control-Panel lässt sich auf die jeweilige Zahl an Passagieren einstellen. Es berechnet dann, wie lange etwa die vorhandenen Reserven an Frischwasser noch ausreichen. Zur Erweiterung der Arbeitsfläche in der Küche ist das Kochfeld abnehmbar. Es bedient sich moderner Induktionstechnik. Auch der Kompressor-Kühlschrank mit Gefrierfach benötigt keine fossilen Brennstoffe. Er wird über das solargespeiste Bordnetz betrieben. Kühlfach und Gefrierfach werden separat gesteuert, so wird auch hier der Energieverbrauch optimiert. Werden keine Lebensmittel im Gefrierfach gelagert, wird auch keine Energie verbraucht.

Durch diese Maßnahmen sinken laut Roller Team gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug aus herkömmlicher Produktion der CO2-Fußabdruck um elf Prozent und der kumulierte Gesamtenergieverbrauch um 24 Prozent. 

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Roller Team
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/gp)

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Sommerreifen im Winter: Hohe Strafen im Ausland

Nach den ersten Schneefällen in weiten Teilen Deutschlands sind Winterreifen vielerorts jetzt Pflicht: Wer trotz winterlicher Straßenverhältnisse mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld bis 80 Euro und einen Punkt in Flensburg. In anderen europäischen Ländern sind die Strafen teils deutlich höher, warnt der ADAC. Autofahrern, die trotz der Winterreifenpflichten mit Sommerpneus unterwegs sind, drohen teils drastische Bußgelder. In Tschechien werden bis zu 92 Euro, in Frankreich 135 Euro und in Italien bis zu 338 Euro fällig. In Österreich kann das Bußgeld in Einzelfällen bis zu 5000 Euro betragen.


In Österreich müssen Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sein. Keine generelle Winterreifenpflicht gibt es hingegen in der Schweiz. Autofahrern drohen aber Bußgelder, wenn sie auf verschneiten Straßen mit ungeeigneter Bereifung den Verkehr behindern. In Tschechien gilt bis 31. März eine allgemeine Winterreifenpflicht.

In Frankreich werden Winterreifen situationsbedingt durch Schilder vorgeschrieben. Auch in Italien entscheiden die lokalen Behörden häufig situativ. Die Ausnahme stellt Südtirol dar, denn hier besteht bis 15. April eine generelle Winterreifenpflicht auf der Brennerautobahn (A 22) und im Stadtgebiet Bozen. Bei winterlicher Witterung sind in ganz Südtirol Winterpneus vorgeschrieben.

In Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz können die Behörden örtlich auch die Verwendung von Schneeketten anordnen. Die Ketten müssen in der Regel mindestens an den Antriebsrädern montiert werden.

Österreich und Tschechien schreiben eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern vor. Das entspricht auch der Empfehlung des ADAC für deutsche Autofahrer, auch wenn hierzulande der Gesetzgeber lediglich 1,6 Millimeter Profil fordert.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Nokian
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/nic)

Sonntag, 22. November 2015

Pick-up und Van des Jahres 2016 - Nissan Navara und T6

Der Nissan NP300 Navara ist der Pick-up des Jahres 2016: Das Fahrzeug wurde im französischen Lyon mit dem „International Pick-up Award 2016“ ausgezeichnet. „International Van of the Year" wurde der Volkswagen T6.



Die Jury, die sich aus Redakteuren verschiedener europäischer Fachmedien zusammensetzt, lobte beim Nissan insbesondere die hervorragenden Fahreigenschaften auf und abseits befestigter Straßen, die ansprechende Motorleistung und die verbesserte Ladekapazität.Die Nutzlast des NP300 Navara beträgt eine Tonne, die Anhängelast konnte gegenüber dem Vorgänger auf 3,5 Tonnen angehoben werden. In der Double-Cab-Version ist zudem die Ladefläche um 6,7 Zentimeter auf 1,58 Meter gewachsen. Der neue Ein-Tonnen-Pick-up ist unter anderem einem Around-View-Monitor für 360-Grad-Rundumsicht und einem Notbremsassistenten ausgestattet.

Die Produktion des NP300 Navara erfolgt im Werk in Barcelona. In den Handel kommt das Fahrzeug im Januar 2016.

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann/Volkswagen
Text:  Auto-Medienportal.Net (ampnet/jri)

Sonntag, 8. November 2015

Die besten Retro Urlaubs- und Camping Bücher

Wohnwagen der 50er- und 60er-Jahre: Die Welt ist mein Zuhause (Bewegte Zeiten)

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Wohnwagen der 50er- und 60er-Jahre. Die Autoren verstehen es, die sympathischen Momente des Caravanings wiederzugeben und gleichzeitig fundierte technische Informationen zu über 30 wichtigen Wohnwagen aus dieser Ära weiterzugeben. Ein Buch zum schmunzeln und staunen!
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Kleine Wohnwagen-Fibel: Alles über Caravans (Schnell-Kurs für Käufer) 

Sehr gelungenes Buch über die artgerechte Nutzung und das Reisen mit einem Wohnwagen. Vieles was damals zutraf ist auch heute noch aktuell. Taschenbuch: 144 Seiten
Mein Leben fürs Caravaning: 50 Jahre immer in Bewegung

Im Buch beschreibt Maria Dhonau ihr immer ausgefülltes Leben auch mit Hinblick auf die Caravangeschichte der letzten 50 Jahre in der BRD. Dieses Buch ist nicht nur ein Bekenntnis zur Caravan-Welt, sondern auch eine spannende mit Anekdoten angehäufte Lebensgeschichte einer willensstarken, gewissenhaften und engagierten Frau.
Broschiert: 256 Seiten
Camping-Klassiker: Historische Wohnmobile und Wohnwagen

Die schönsten historischen Wohnwagen und Wohnmobile der 1950er- bis 1970er-Jahre. Neben bildstarken Erinnerungen, wie man früher seine Ferien genoss und was zu einem gelungenen Campingurlaub unbedingt dazu gehörte, bietet dieses Sonderheft einen großen Serviceteil mit Marktwerten und Kaufberatungen. In einem großen Special zum VW Bulli werden die Kult-Wohnmobile von Westfalia ausführlich vorgestellt.
Taschenbuch: 96 Seiten
Fahrten und Abenteuer im Wohnwagen: Reprint der Originalausgabe von 1935

Taschenbuch: 228 Seiten
Unser erster Urlaub in den 50er und 60er Jahren

Diese Buch ist liebevoll mit vielen Fotos und kleinen Textpassagen gestaltet; ein tolles Bilderbuch für Erwachsene und Kinder!

Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Jachten der Landstraße: Reprint der Originalausgabe von 1938 

(Retrobuch) Taschenbuch: 144 Seiten
Camping-Alltag in der DDR

Für Campingliebhaber eine amüsante und informative Lektüre mit Fotos, deren Atmosphäre schon fast vergessen ist.

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Bei den Abbildungen handelt es sich um Links, die auf die jeweiligen Produktseiten von Amazon weiterleiten.

Sonntag, 27. September 2015

Die neuen Teilintegrierten - mit und ohne Hubbett

Die Hersteller von Freizeit-Fahrzeugen konzentrieren sich in den letzten Jahren zunehmend auf die Produktion von Teilintegrierten. Die liefern sich im Rennen um die Käufergunst immer wieder ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Vor allem bei Camping-Bussen und kompakten – und schmal geratenen – Teilintegrierten, die oft auch als „Vans“ bezeichnet werden, sind die Zielgruppen durchaus ähnlich: reisebegeisterte Paare, die ein handliches Fahrzeug zu schätzen wissen. Auch hier setzt sich der Trend zum Hubbett durch. Einen Überblick über das Angebot und die Neuheiten zeigte kürzlich der Caravan-Salon in Düsseldorf.

Die Kundschaft weiß, was sie will. Einen großen Kühlschrank, ausreichende Kapazitäten bei Frisch- und Abwassertanks, ein geräumiges Bad und Einzel- oder Queensbetten. Wenn es dann noch ein absenkbares Hubbett dazu gibt, serienmäßig oder gegen Aufpreis, können auch die Kinder oder Enkel noch mitreisen. Wenn dann der Preis noch stimmt, ist alles klar.

Bei Adria laufen die schmalen Teilintegrierten unter dem Namen Compact. Die Baureihe wird zur Saison 2016 komplett überarbeitet und bekommt ein neues Interieur. Die beiden Compact-Modelle gibt es künftig in den beiden Ausstattungsvarianten Axess oder Plus. Für die Teilintegrierten Coral S 600 und 670 SL bietet Adria künftig eine vergrößerte Sitzgruppe und - für leichteren Zugang - einen elektrisch zu liftenden Kleiderschrank an.

Rund sieben Meter lang ist der neue Ixeo it 680 von Bürstner. Einzige Schlafgelegenheit des ab 58 890 Euro zu bekommenden Teilintegrierten ist ein längs angeordnetes Hubbett. So bleibt im Fahrzeug reichlich Platz für Küche und Sitzgruppe, Bad und Dusche und die Garage im Heck. Lieferbar sind zudem alternativ zwei längere Versionen, wahlweise auch mit Queensbett oder Einzelbetten im Heck.

Bürstner Ixeo it 680
 


Für den Brevio offerieren die Kehler jetzt eine Version um sechseinhalb Metern Länge, mit einer großen Heckklappe und reichlich Platz dahinter. Genutzt werden kann er für eine Sitzgruppe, als flexibler Stau- und Transportraum oder für unterschiedlich angeordnete Liegestätten. Von Nexxo Time und Ixeo Time bietet Bürstner die Summer-Sondermodelle an. Sie verfügen über eine bessere Ausstattung und sind am sommerlichen, in Orange gehaltenen Außendekor erkennbar.
Bürstner Brevio t 641


Carthago überarbeitet die Teilintegrierten der Baureihe C-Tourer, die ab rund 66 000 Euro zu haben sind und damit die günstigste Möglichkeit bieten, einen Carthago zu fahren. Acht Varianten bieten die Aulendorfer an, in Längen zwischen 667 und 743 Zentimeter. Sechs davon sind gegen Aufpreis auch mit Hubbett erhältlich. Nur noch zwei Varianten gibt es vom etwas exklusiveren Chic C-Line T.

Carthago C-Tourer

Gleich zwei Handvoll Teilintegrierte gibt es bei Carado, die Hälfte davon ist optional mit Hubbett realisierbar. Neu bei der Hymer-Tochter ist ein Chassis-Komfort-Paket, das 16-Zoll-Alufelgen, LED-Tagfahrlicht sowie Lenkrad und Schaltknauf in Leder umfasst.

Challenger bietet bei seinen Teilintegrierten nicht nur die Wahl zwischen den Ausstattungslinien Flash und Mageo, bei den Franzosen kann sich der Kunde bei den Basisfahrzeugen auch zwischen Ford und Fiat entscheiden. Neu ist der Mageo 287 GA, der Teilintegrierte ist unter sieben Meter lang und mit Einzelbetten und Garage ausgestattet. Knüller ist das neue Modell 280 mit elektrisch bis auf Sitzbankhöhe absenkbarem Bett. Heruntergelassen ist es, wie ein Queensbett, von drei Seiten zugänglich.

Challenger Mageo 280


Ähnliches gibt es bei Chausson, mit dem rund sieben Meter langen Parallelmodell 620. Eine frei stehende Sitzbank, darüber ein absenkbares und längs eingebautes Hubbett mit einer Liegefläche von 201 x 142 Zentimeter, von drei Seiten aus erreichbar. Auf dem Chassis von Ford wechselt der Flash 620 ab 47 590 Euro seinen Besitzer.

In vier Varianten offeriert Dethleffs den Trend, der in den beiden kürzeren Versionen ab 44 000 Euro in den Preislisten steht. Mit an Bord der erneuerten günstigen Trend-Reihe ist eine bessere Ausstattung, die jetzt eine breitere Aufbautür und einen 140 Liter fassenden Kühlschrank bietet. Gewachsen sind die Trends auch in der Höhe, um rund 20 Zentimeter. Die kommen der Stehhöhe zugute und liefern Platz für ein Hubbett. Das ist gegen Aufpreis für alle Modelle lieferbar. Dei Preise für die im Interieur etwas farbenfrohere Baureihe starten bei 43 999 Euro.

Dethleffs Trend


In Kooperation mit Bürstner entstand der 4-Travel, ein Teilintegrierter mit längs angeordnetem Hubbett, der in drei Versionen verfügbar sein soll.

Dethleffs 4-Travel


Mit Sondermodellen unter der Bezeichnung Mondial startet Eura Mobil ins neue Modelljahr und will damit den Kunden mehr Ausstattung zum günstigen Preis anbieten. Drei Teilintegrierte der Profila-One-Baureihe mit Hubbett schmückt der neue Name, ebenso zwei Teilintegrierte Profila T. Die Preise beginnen bei 58 990 Euro.

Bei der Eura-Mobil-Tochter Forster haben die Rheinhessen das Interieur aufgehübscht. Die Teilintegrierten sind nun alternativ mit oder ohne Hubbett erhältlich.

Nach der Straffung des Modellprogramms bleibt bei Hobby als einzige Teilintegrierte-Baureihe die der Optimas übrig. Die Premium- und Siesta-T-Modelle fallen weg, bei den Optimas bildet der 216 Zentimeter schmale V60 GF den Einstieg zu Preisen ab 46 400 Euro.

Mit 48 990 Euro markiert Hymer den Einstiegspreis für den neuen 545 Zentimeter langen Hymer Van. Der kleine Teilintegrierte aus Bad Waldsee basiert auf dem Fiat Ducato und bringt im Heck in zwei Einbauhöhen ein bis zu 140 Zentimeter breites Doppelbett mit. Darunter liegt ein mehr oder weniger hoher und über zwei Türen zugänglicher Heckstauraum.

Zwischen 599 und 703 Zentimeter lang sind die Van-TI-Modelle von Knaus. Drei Grundrisse der 220 Zentimeter breiten Mobile stehen bereit, etwa das Einzelbetten-Modell 650 MEG ab 53 490 Euro.

Gleich ein Dutzend Teilintegrierte hat LMC im erweiterten Programm. Darunter der knapp über sechs Meter lange Breezer V 636 G mit einem in der Höhe verstellbaren Querbett. So lässt sich die Höhe der Garage des ab 50 390 Euro teuren Modells an unterschiedliche Transportaufgaben anpassen.

Weinsberg Caraloft

Weinsberg senkt die Preise je nach Modell zwischen 500 und 1500 Euro. Bei den Teilintegrierten der Baureihe Caraloft hat die Knaus-Tochter das Außendesign und das Interieur überarbeitet. Das Dach besteht jetzt aus gegen Hagel resistentem GfK, ein Ver- und Entsorgungsfach erleichtert den Campern künftig das Leben. Neu ist der Caraloft 600 MF mit Doppel-Längsbett und einem daneben untergebrachten schlanken Bad.

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Hersteller
Text: Auto-Medienportal.Net (ampnet/gp)

Donnerstag, 17. September 2015

Abenteurer und Weltreisen - Globetrotter beim Willy-Jannsen-Treffen

Etwa vier Kilometer südlich des beschaulichen Kur-Städtchens Bad Kreuznach liegt der Freizeitpark Kuhberg. Dort im Naheland trafen sich kürzlich Hunderte von Fernreisenden und Globetrottern mit ihren Fahrzeugen. Das erstmals 1980 veranstaltete Willy-Jannsen-Treffen, benannt nach seinem Gründer, dem Weltreisenden Willy Janssen, ist ein Muss in der Szene.


Eines ist allen Teilnehmern gemeinsam: Sie sind von fremden Ländern, fremden Kulturen fasziniert. Auf dem Kuhberg diskutieren sie in familiärer Atmosphäre über das Leben auf Rädern, über Visa und Carnets, über die Bergung von (schweren) Fahrzeugen aus Weichsand oder Schlamm, über Solaranlagen, Kühlschränke, Heizungen und das Kochen unterwegs. Auf dem Kuhberg geht es zu wie auf einem Campingplatz. Vor den teilweise höchst farbenfroh lackierten Mobilen stehen Grills oder Tajines, marokkanische Tontöpfe zur Zubereitung von Schmorgerichten. Irgendwo liegt jemand unter einem Motorraum und schraubt, über dem Platz hängt der Geruch von orientalischen Speisen, Steaks und Bratwürsten, vermischt mit dem Duft von Öl und Diesel.



Viele der Globetrottermobile tragen deutliche Spuren der Reisen: Schrammen, Dellen, Beulen. Das Leben spielt sich draußen ab, vor den Fahrzeugen, unter Markisen, auf Stühlen beim Grill, mit Wein und Bier auf den Tischen. Neue Touren werden geplant, alte Reisen lässt man Revue passieren. Der Austausch von Informationen und Erfahrungen ist für viele einer der Gründe, das Treffen zu besuchen. Hier werden neue Kontakte gesucht und bestehende gepflegt, für geplante Reisen werden Mitreisende gesucht – und gefunden. Auf dem Kuhberg trifft man alte Bekannte oder Menschen, die man bisher lediglich aus sozialen Netzwerken kennt.



Angereist sind die Globetrotter mit so ziemlich allem, was Räder und einen Motor hat. Deutlich in der Minderzahl sind die Motorrad-Reisenden. Die dürften sich zwischen all den Behausungen aus Blech, Alu und GfK auch etwas verloren vorkommen. Die Palette der rollenden Schlafzimmer auf Rädern reicht von Geländewagen bis zu ausgewachsenen Lastwagen. Bei den „kleinen“ Fahrzeugen dominieren die Buschtaxen von Toyota, die Defender von Land Rover und der Mercedes G. Mehr oder weniger „schlaftauglich“ ausgebaut sind sie alle, etliche verfügen über aufstellbare Schlafdächer oder Dachzelte. Die Alternative in der „kleinen“ Klasse sind für einige Reisende Pick-ups mit fest aufgebauten oder absetzbaren Wohnkabinen.



Eine Nummer größer, mit entsprechend mehr Lebensraum zeigen sich die ausgebauten Kastenwagen– viele davon mit Allradantrieb. Zwischendrin finden sich beim Treffen in den letzten Jahren auch zunehmend Fahrzeuge der etwas spöttisch als „Weißware“ bezeichneten Kategorie der „normalen“ Wohn- und Reisemobile. Reisemobile „von der Stange“ sind jedoch noch deutlich in der Minderheit. Selbst gebaut, nach eigenen Bedürfnissen aus- und umgeröstet, das ist in Bad Kreuznach eigentlich die Regel.



Nach wie vor stellen aber die traditionellen Expeditions-Fahrzeuge den Großteil der Mobile auf dem Kuhberg. Als Basis dienen Unimog, IFA, alte Borgward und Hanomag, außerdem Pinzgauer, Mowag, MAN, Ural und Magirus-Deutz. Aus den Niederlanden tauchen beispielsweise immer eine ganze Reihe alter Hauber und Schauzer auf. Das wohl größte Fahrzeug auf dem Platz ist ein vierachsiger MAN Kat.

Fotos/Text: Auto-Medienportal.Net/Prien (ampnet/gp)